Pinzgauerrind NRW

Beschreibung

 

Markenzeichen dieser mittel-bis großrahmigen Rasse ist seine dunkle kastanienbraune Grundfarbe mit dem typischen weißen Rückenstreifen, der über die Hinterbeine der Oberschenkel, den Schwanz, den Bauch und die Unterbrust verläuft. Die Klaunen sind dunkel. Die Hörner sind wachsgelb und haben schwarze Spitzen.

Es gibt auch eine genetisch hornlose Linie. Die Pinzgauer sind kräftig gebaut und haben einen auffallend langen Rücken.

 

Herkunft / Verbreitung

 

Ihren Namen erhielt die Rasse nach dem Pinzgau, einer Region im Salzburger Land. Zwischen 1885 und 1895 wurden die ersten Pinzgauer Stammzuchten eingerichtet.

Das Pinzgauer Rind wurde in folgenden Jahrzehnten gezielt gezüchtet, wobei besonders auf Fruchtbarkeit, Robustheit und Gesundheit geachtet wurde. 1969 beschloss man mit der Einkreuzung von Red-Friesian-Blut die Milchleistung, Euterform und Melkbarkeit zu verbessern.

Die Anzahl der Pinzgauer Rinder ging in letzten Jahrzehnten stark zurück, so dass diese Rasse heute zur gefährdeten Nutztierrassen zählt. 569 Herdbuchtiere wurden (2010) in Deutschland gezählt.

Das seit 2003 geltende Zuchtprogramm ist wieder auf Reinzucht ausgerichtet.

 

Eigenschaften

 

Das Pinzgauer Rind ist besonders geeignet, das in alpinen Regionen wachsende Futter bestens zu verwerten, so dass bei durchschnittlichen Leistungen kaum zugekauftes Kraftfutter benötigt wird.

Die Rasse bewährt sich auch unter extremen Umweltverhältnissen.

Das Pinzgauer Rind im österreichischen Stammzuchtgebiet präsentiert sich derzeit als leistungsbetonte Zweitnutzungsrasse.

Die spätreife Pinzgauer Rasse eignet sich gut für die Mutterkuhhaltung, sie ist ruhig und gutmütig.

 

Zukunft und Zuchtziele

 

Das Pinzgauer Rind soll in Richtung einer leistungsbetonten, mittel- bis großrahmigen Zweinutzungsrasse weiterentwickelt werden.

Es wird eine durchschnittliche Laktationsleistung von 6.000 kg mit 4,0 % Fett und 3,35 % Eiweiß angestrebt.

In der Fleischleistung sollen tägliche Zunahmen von 1.300 kg mit einer Ausschlachtung von 58 % erreicht werden.

Allgemein gilt besondere Aufmerksamkeit der Frohwüchsigkeit und Anpassungsfähigkeit, letzteres  durch Selektion auf korrekte, trockene Gliedmaßen mit festen Klauen.

 

Quelle: aid Rinderrassen

 

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